Khatchkars (Kreuzsteine)

Etwas ganz Besonderes sind die Khatchkars, wörtlich übersetzt „Kreuzsteine“. Im „Land der Steine“ ist es nicht verwunderlich, dass Künstler und Handwerker ihr künstlerisches Talent in der Bearbeitung von Stein zum Ausdruck gebracht haben. Diese Kunstform begann im 4.Jahrhundert und fand den Höhepunkt des künstlerischen Schaffens im 9. und 10. Jahrhundert. Anfangs dienten diese Kreuze der Errettung der Seelen, später wurden sie auch als Grabsteine und Gedenksteine für historische Ereignisse wie Feldschlachten gebraucht. In den Klöstern findet man auch Steine zur Ehrung von Personen, die einen wesentlichen Beitrag zur Erstellung des Bauwerks geleistet haben.

Überall in Armenien sind diese großen Steinkreuze zu finden, kunstvoll bearbeitet und jedes für sich ein Einzelstück.

Der bekannteste Ort, an dem Hunderte dieser Steine zu finden sind, ist Noraduz, ein Ort am westlichen Ufer des Sevansees.

Auf diesem alten Friedhof gibt es einige besonders schön ziselierte Kreuzsteine aus dem 9. und 10. Jahrhundert.


Khatchkar 2