Geographie

Die Natur zeigt sich in den verschiedenen Landschaften Armeniens auf sehr unterschiedliche Weise. Die Araratniederung ist sehr fruchtbar mit weitläufigen Anbaugebieten von Wein, Gemüse und Früchten. Fährt man in Richtung Südosten verändert sich die Gegend in eine kahle, felsige Berglandschaft, in der im Frühjahr blühende Blumenwiesen den Weg säumen. Man sieht Frauen, die in kleinen Gruppen wildes Gemüse, würzig riechende Kräuter und große Champignons sammeln und am Straßenrand feilbieten.



Die Stadt Jermuk ist bekannt als Kurort mit natürlichen, warmen Quellen. Reist man weiter Richtung Osten nach Goris, findet man in den rohen Fels gehauene Höhlen, die in früher Vorzeit als Behausungen dienten. Die prähistorischen Steinformationen bei Zoratskarer, manchmal auch bezeichnet als Kharahundsch, formen ein beeindruckendes Bild. Kreisförmig angeordnet stehen 204 Steine, von denen viele ein Loch haben. Man nimmt an, dass dieser Ort in der Zeit um 1000 v. Chr. ein astrologisches Observatorium war.

Fährt man weiter in Richtung Sevansee ist der Berg Aragaz zu sehen, ein erloschener Vulkan mit ewigem Schnee und einer Höhe von 4090 Metern. Der Sevansee liegt in einer Höhe von 2000 m. Er nimmt 5% der Landesgröße Armeniens ein und ist mit einer Ausdehnung von 1300 km² einer der größten Süßwasserseen der Erde. Im Sommer ist er ein beliebtes Ausflugsziel um der Hitze Eriwans zu entfliehen. Der See ist umgeben von Bergen und an der Straße, die rund um den See führt, wird frisch gefangener Fisch zum Kauf angeboten.

Ein lohnenswerter Ausflug ist die Halbinsel Aghtamar, die in den See hineinragt. Dort führt eine lange Steintreppe zu einer Jahrhunderte alten Kirche, von der aus man einen herrlichen Blick über den See hat. Im zeitigen Frühjahr blühen dort wilde blaue Blütenstände und später im Jahr dominiert der Duft von Dill.



Nordöstlich des Sees verändert sich die Landschaft sehr plötzlich und man meint in den Alpen zu sein. Grüne, mit Laubbäumen bewachsene Hänge und Gebirgsbäche prägen die Umgebung.
Abseits der Hauptstadt Eriwan ist es sehr ruhig und man fährt durch kleine Orte und Dörfer. Wir machen Wanderungen mit einem Führer, um diese grandiose Landschaft intensiv genießen zu können.

Der berühmte Berg Ararat mit seinem schneebedeckten Gipfel liegt in der angrenzenden Türkei, ist aber auf der Reise nach Südosten an einem klaren Tag in der Ferne deutlich auszumachen. Mit einer Höhe von beachtlichen 5137 Metern überragt er Armeniens höchsten Gipfel, den Berg Aragaz.

Ararat