Armenien im Überblick

Der offizielle Name Armeniens ist Hajastan (Land des Heus). Es hat eine Größe von 29.800 km², das entspricht in etwa der Größe Belgiens. Armenien liegt eingeschlossen zwischen dem Berg Ararat und dem kleinen Kaukasus. Es grenzt an die Türkei, Georgien, Aserbeidschan und den Iran.

Das Land wird geprägt durch Berge von über 5000m Höhe. Die Hauptstadt Eriwan hat rund 1 Million Einwohner und liegt auf einer Höhe von 700 und 1000 Metern in der Niederung des in der Türkei gelegenen Bergs Ararat.

Diese Gegend ist das größte landwirtschaftlich genutzte Gebiet von Armenien, in dem hauptsächlich Wein- und Gemüseanbau betrieben wird.

Die Landessprache Armenisch ist eine indoeuropäische Sprache mit einem eigenen, 39 Buchstaben umfassenden Alphabet, das im 5. Jahrhundert durch den Mönch Meshrop Maschtotz aus dem Armenischen und Griechischen entwickelt wurde.



Armenien als das erste christliche Land der Welt, gelegen in einem Gebiet, das hauptsächlich von islamischen Staaten bevölkert wird, nimmt seit jeher eine Außenseiterrolle ein. Über Jahrhunderte hinweg war es ein großes, unabhängiges Reich, Teil des Ottomanischen Reichs, später dann Teil der Sowjetunion und ist seit 1991 eine eigenständige Republik.

Seit der Unabhängigkeit ist das Land durch schwierige Zeiten gegangen. Der Krieg gegen Aserbeidschan von 1992 bis 1995 hat einen Mangel an Energie und Nahrungsmittel ausgelöst und während der Zeit war das Bereisen des Landes nahezu unmöglich.

Seit Ende des Krieges hat sich Armenien extrem gewandelt und die Veränderungen gehen in großen Schritten weiter. Es wird viel gebaut und restauriert und trotzdem findet man in der geschäftigen Metropole Eriwan in den gepflegten Parks und der grünen „Zirkelzone“ ruhige Oasen der Erholung. Laufend eröffnen neue Restaurants und Terrassen und man kann neue Geschäfte entdecken, in denen alles Erdenkliche zu erwerben ist.

Kurz gefasst: Armenien ist in stetiger Entwicklung und auch die Infrastruktur wird ständig verbessert.

Auf dem Lande ist der Fortschritt weniger deutlich zu erkennen. Die verstreut liegenden Dörfer und Städte außerhalb Eriwans haben wohl Elektrizität, aber die Häuser haben meist kein fließend Wasser. Die Straßen und Wege sind meist in sehr schlechtem Zustand, aber auch hier sind deutliche Verbesserungen erkennbar. Die Hauptstraßen sind gut befahrbar, meist zweispurig, teilweise sogar als Schnellstraße ausgebaut. Außerhalb Eriwans ist wenig Verkehr, ganz im Kontrast zu dem hektischen Verkehr in der Hauptstadt.